Der Atheisten-Bus, der z. B. auch in London oder Madrid in humanistischer Mission unterwegs ist, hat übrigens neulich seine bundesweite Tour beendet und ist zu seinem Ausgangsort Berlin zurückgekehrt. Ich dachte schon, ich würde ihn nie zu Gesicht bekommen
.
Wie ich gelesen habe, gab es wohl im späteren Verlauf noch richtig Zores mit ein paar Christen, die dem Bus quer durch Deutschland bis zum bitteren Ende hinterhergezockelt sind, um zu diskutie… äh, ihre Propaganda zu verbreiten…
. Davon haben wir selbst allerdings dann doch nicht so viel mitbekommen…
Tags: Leute
… eigentlich darf ich mich ja gar nicht so weit aus dem Fenster hängen, was Kritik an Eurer Einrichtung angeht - schließlich habe ich ja mein DELE noch nicht sicher in der Tasche

. Aber - mal ganz ehrlich - haltet Ihr es für eine gute Idee, solche Werbeplakate aufzuhängen wie jenes, das ich neulich mit No. im Schaufenster Eurer Filiale nahe des Alexanderplatzes entdeckt habe? Im Untertitel besagt es “Anja, 25, lernt Spanisch im Instituto Cervantes”. Und ich frage mich da, warum lacht das dazu abgebildete Mädel nicht, sondern sieht so verdammt besorgt aus?!
Muss ich über meinen Examensausgang das Schlimmste befürchten

?
… en el fondo, no me debería quejar tanto, todavía no habiendo recibido los resultados de mi DELE en Mayo

. Peroooo… de verdad, ¿creís que es una buena idea fijar carteles diseñados como eso en los escaparates de vuesta presencia en Berlín? Acabo de ver vuestra publicidad de cursos de español con No. cerca de Alexanderplatz que dice en el subtitulo: “Anja, 25 años, está estudiando español en Instituto Cervantes.” Así qué… ¿por qué coño ella por la encima no sonrie, sino parece preocupada de cojones?
¿Yo iba a tener miedo de no haber aprobado?
Tags: Spanische Sprache
Die Grünen sind nicht so wirklich meine Partei. Okay, mein persönlich empfundener Erträglichkeitsgrad des durchschnittlichen Bündnisneunzigers ist zwar deutlich höher als, sagen wir mal, bei Tante Guido oder dem Baron aus Bayern. Meine Stimme kriegen die trotzdem schon seit dem völkerrechtswidrigen Nato-Angriff auf Serbien 1999, für den sie mittels ihrer Bundesregierungsbeteiligung mitverantwortlich zeichnen müssen, nicht mehr.
Klar, es war am Donnerstag letzter Woche witzig, mit Renate Künast und Jürgen Trittin durch die schallsichere Fensterscheibe zum Plenarsaal-Vorflur herumzualbern. Ich hatte gerade mit No. die Reichstagskuppel besucht, und als wir schon wieder im Erdgeschoss und somit fast am Ausgang waren, sahen wir, dass die beiden Spitzengrünen sich mit jemand Drittem (ist das eventuell Cornelia Scheel?) für ein Foto aufgestellt hatten. Ich wäre nicht ich, wenn ich das nicht gleich dazu genutzt hätte, ebenfalls ein solches zu kapern
. Also, schnell an der Fensterscheibe aufgestellt und No. instruiert, mit den Grünlingen im Hintergrund eine Aufnahme von mir zu machen. Trittin hat das allerdings, wohl durch die leuchtende Fokuseinrichtung meiner Handycam, spitz gekriegt
- und grinsend bis lachend den Zeigefinger über mein Vorhaben erhoben, hier einfach Bilderpiratin zu spielen
. Und Renate Künast war erst recht neugierig und wollte gleich mal sehen, wovon ich zuerst gar nichts mitbekommen hatte, weil sie sich hinterrücks anschlich (siehe rote Markierung)…

Das eigentliche ursprüngliche Bild mit den dreien ist leider nichts geworden, weil die Verspiegelung der Scheibe das Ganze etwas zu undurchsichtig machte… aber von den drei ohne Maru im Vordergrund war mir dann doch ein Schnappschuss gelungen, der sogar den Künastschen Segen trägt

.

Ich hätte auch gern noch ein bisschen gequatscht, besonders mit Trittin als meinem früheren Göttinger Wahlkreiskandidaten - so in der Richtung “Ich habe Dich 1998 ‘mal gewählt, aber das passiert mir nicht mehr wieder…”

. Durch die Scheibe konnte man aber kaum groß verbal kommunizieren, und mir die Tür aufzumachen, das war dann mit den Sicherheitsprotokollen nun doch nicht vereinbar - ich hätte den Jürgen ja womöglich an seinem nicht mehr vorhandenen Schnurrbart ziehen können…
Trotzdem wähle ich jemand anderen im September
- und diesen jenigen welchen habe ich auch an diesem Tag durch den Reichstag flanieren sehen. Leider hatte er allerdings gerade keine Zeit für ein Foto und schon gar nicht zum Herumkaspern. Naja, man trifft sich immer mehrmals, heißt es
.
No. hat das Ganze übrigens mehr oder weniger indifferent mitgemacht - meine Erheiterung über das, was und wen ich da sah (”Guck mal, das ist der Gysi… Mensch, ist der klein”), konnte sie nicht so ganz nachfühlen. Ist halt nicht ihre Volksvertretung, in der wir da standen, und in Thailand oder auch in Spanien muss man unsere Oppositionspolitiker ja auch nun nicht wirklich kennen
. Ist ja schon für die Thais mit ihren eigenen Politikern schwierig, wo gerade in Bangkok die Regierung ja auch öfter mal gern und schnell wechselt…
Dem Zapatero ist No. allerdings recht dankbar, und den erkennt sie auch, obwohl sie noch nie im Madrider Parlament zu Besuch war - okay, dank ihm oder besser seiner Gesetzgebung hat sie schließlich ihr Stipendium für ihren Master-Studiengang bewilligt bekommen
.
Tags: Leute
So, mein thailändischer Berlin-Besuch ist gerade wieder abgereist, und es war einfach nur schön und lustig
. Poco a poco werde ich jetzt die nächsten Tage mal ein paar Highlights posten, mit ein bisschen Verspätung (richtig viel Zeit zum Schreiben hatte ich während der letzten Woche nicht wirklich…)
Kleine Frage zu Beginn: Wie betrachtet man Deutschland, so ganz grundlegend vom Erscheinungsbild her, wenn man - wie No. - das erste Mal hier ist und außerdem noch aus einem völlig anderen Kulturkreis stammt? Ich selbst habe ja viele Adjektive für mein Geburtsland im Hinterkopf, nicht alle davon sind wirklich schmeichelhaft. Aber darauf, diese Gegend der Welt als “so schön grün” zu bezeichnen, wäre ich vermutlich nicht gekommen, auch wenn mir die übliche gelblich-braune Optik Andalusiens ja durchaus vertraut ist
. Nun gut, es ist Sommer, da wäre es auch fatal, wenn hier die Dürre ausbrechen würde, was ich aber angesichts des Pisswetters der letzten Zeit für recht unwahrscheinlich halte…
Die andere Sache, die No. sofort ins Auge stach, als ihr Flieger aus Richtung Madrid langsam in den Sinkflug über deutschem Luftraum überging, ist übrigens gewesen, dass “die Häuser so adrett aufgereiht” seien und “wie eine Modelleisenbahnlandschaft” aussähen
. Ja, besonders die Dächer sind schon anders, die müssen hier ja auch Schnee aushalten
. Und mit der eher chaotischen Baupolitik in Spanien hat sie - leider - durchaus auch recht…
Vor allem war No. aber ziemlich müde und kaputt, als sie schließlich in Berlin ankam - zu diesem Zeitpunkt hatte sie schon gute sechzehn Stunden Reise hinter sich. Zuerst von Salamanca nach Madrid, dann von Madrid nach Frankfurt-Hahn, dort ein paar Stunden Aufenthalt, endlich von Hahn nach SXF und dann noch mit der Regionalbahn zur Friedrichstraße und mit der U6 zum Oranienburger Tor… Vorausschauenderweise hatte ich schon ein bisschen zum Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen eingekauft. Und so kam No. zum ersten Mal in Kontakt mit Schrippen

. Ja, in echt, die gibt’s so in Spanien nicht… die “panes pulguitas”, die ich im Mercadona öfter mal gesehen habe, kamen der Sache zwar nahe, aber eben nicht so richtig

. War wohl auch ganz lecker für sie, auf jeden Fall war sie auch in den folgenden Tagen nicht davon abzubringen, sich an diversen Bahnhofsbäckereien mit Brezeln und anderem deutschen Backwerk einzudecken…
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Tja, das hat frau nun davon, dass sie ein halbes Jahr in Spanien war
…
Wie die mir persönlich bekannten Stammleser ja schon wissen, verdiene ich meine Brötchen ja per Telearbeit. Und nicht nur mit Webprogrammierung und Systemadministration, sondern aufgrund einer zugegebenermaßen vorhandenen Begabung für Sprachliches auch mit dem Korrekturlesen von Produktetiketten und Kundenprospekten. Jetzt hat die Geschäftsleitung gerade für den spanischen Markt einige neue Designs entwerfen lassen, und ratet mal, wer da nun auf Grammatik- und Rechtschreibfehler prüfen darf…
Ist ja auch eine Auszeichnung, irgendwie, dass man mir das zutraut, zumal ich mein DELE-Diplom noch nicht mal sicher in der Tasche habe - und schließlich hat Cheffe als deutscher Diplomatensohn seine ersten sechs Lebensjahre in Argentinien verbracht und spricht selbst fließend Spanisch… allerdings habe ich deshalb auch ein wenig Hemmungen, ihn da zu korrigieren, denn einige Sachen im Material erschienen mir doch etwas ungewöhnlich formuliert - und ich bin mir nicht sicher, ob das damit zu tun hat, dass bestimmte Dinge im argentinischen Dialekt anders sind, oder ob ich mir das Spanisch wirklich etwas verschulter angeeignet habe…
Por cierto, was’n da los
? Granada und Berlin haben heute fast dieselbe Temperatur? Ist ja für den andalusischen Juni fast arktisch
…
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